Schnelle Sanierung bindiger Böden mit festen Wärmequellen (THERIS-Verfahren)
Der Untergrund einschließlich bindiger Schichten wird durch elektrisch betriebene Wärmequellen vornehmlich konduktiv erhitzt, was technisch bis über 100°C möglich ist. Zur Überwachung des Sanierungsfortschritts wird u.a. die Bodenerwärmung messtechnisch erfasst und dokumentiert. Die gasförmigen Schadstoffe werden über eine gezielte Bodenluftabsaugung gefasst und die Abluft in einer nachgeschalteten Reinigungsstufe behandelt.
Schadstoffe, die bei natürlichen Temperaturen flüssig sind, werden bei höheren Temperaturen erheblich schneller in die Gasphase überführt. Die vollständige Verdampfung der Schadstoffe erfolgt bereits bei der Siedetemperatur des jeweiligen Wasser-Schadstoff-Gemisches unterhalb von 100°C (Wasserdampfdestillation). Durch die Verdampfung der Flüssigkeiten erhöht sich zudem die Gasdurchlässigkeit des Bodens.
Üblicher Anwendungsbereich
- Entfernung des Schadensherdes
- ungesättigte und gesättigte Bodenzone (Aquitard)
- Lockergesteine (Sand, vornehmlich aber Schluff, Lehm, Ton)
- Kluftgesteine (bedingt)
- leicht-, mittel-, schwerflüchtige organische Schadstoffe (z.B. CKW, BTEX, MKW)
- sehr kurze Sanierungszeit (Wochen bis wenige Monate)
Projektbeispiele
Erfolgreiche LHKW- (CKW-), BTEX- oder MKW-Sanierungen wurden von uns in mehreren Ländern geplant, umgesetzt und teilweise von Dritten ausgezeichnet. Weitere Informationen zu thermischen In-situ-Sanierungen und zu Ökobilanzen haben wir in den letzten Jahren umfangreich publiziert. Sprechen Sie uns zur Erörterung Ihrer Fragen an.


