Kombination von Dampf-Luft-Injektion (TUBA) und festen Wärmequellen (THERIS)

Im Zuge der Neunutzung einer Industriefläche wurde ein Boden- und Grundwasserschaden aus verschiedenen flüssigen Schadstoffen entdeckt. Der Schadensherd erstreckte sich nicht nur im ersten Grundwasserstockwerk, sondern hatte lokal auch den Zwischenstauer und das zweite Grundwasserstockwerk verunreinigt. 

Zur schnellen und sicheren Entfernung des Schadensherdes wurde eine thermische In-situ Sanierung umgesetzt. Hierzu wurde in die beiden Aquifere jeweils unabhängig voneinander ein Dampf-Luft-Gemisch (TUBA-Verfahren) injiziert, während gleichzeitig der bindige Aquitard mit festen Wärmequellen (THERIS-Verfahren) aufgeheizt wurde. Die Schadstoffrückgewinnung aus dem Untergrund erfolgte über kombinierte Systeme zur Mehrphasenextraktion und zur Bodenluftabsaugung. 

Die thermische In-situ-Sanierung wurde nach nur vier Monaten Betrieb erfolgreich beendet. Nach Beräumung des Sanierungsfeldes konnte unmittelbar mit den Erd- und Gründungsarbeiten für das neu zu errichtende Gebäude begonnen werden.

Anaerobe Dechlorierung in der Fahne

Im Nachgang zur thermischen In-situ-Sanierung des Schadensherdes wurde die Reinigung der Fahne durch Zugabe von Microemulsion beschleunigt. Hierbei wurde insbesondere im Nahfeld des ehemaligen Schadensherdes die Restwärme ausgenutzt, um eine schnelle anaerobe Dechlorierung zu ermöglichen.

Brownfield Briefing Award 2011

Bei den Brownfield Briefing Awards 2011 wurde das Sanierungskonzept in der Kategorie Best In-situ Treatment als highly commended bewertet. Dieses unterstreicht die hohe Qualität bei der Planung und Umsetzung der Sanierung.

Publikation

Steve Jackson: Project Sunflower, case study, p26-27, BB (Brownfield Briefing) remediation solutions issue XVI (16) May 2012.

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