Ölphasenförderung thermisch beschleunigt

Kapillarsaum im Lehm gereinigt

Auch residuale Ölphase hydraulisch gefördert

Am Standort der ehemaligen Schwelerei in Deuben (Sachsen-Anhalt) wurde seit 1998 eine Verunreinigung aus residualer und freier Ölphase einschließlich Benzol, Toluol, Phenol und PAK konventionell abgeschöpft. Die Ölförderung war konstant, ein Ende der Ölförderung war aus den Förderdaten jedoch nicht extrapolierbar.

Zur Erwärmung der schluffig-lehmigen Bodenschichten in bis zu 12 m Tiefe wurden feste Wärmequellen (THERIS-Verfahren) genutzt. Mit fortscheitender Erwärmung verringerten sich die Viskosität und die Oberflächenspannung der Ölphase. Hierdurch verbesserten sich die Fließfähigkeit der Ölphase, so dass auch im kalten Zustand nahezu immobiles Öl jetzt als warmes Öl gefördert wurde. Das warme, dünnflüssige Öl konnte im Kapillarsaum nicht mehr vom Boden gehalten werden (Reduktion des kapillaren Rückhaltevermögens). Die Förderrate konnte so von 20 auf 120 l pro Monat erhöht werden. Von Oktober 2014 bis Februar 2015 wurden während des Heizbetriebs so mehr als 430 l gefördert.

Energiesparend und effizient: thermisch unterstützte Ölphasen-Förderung

Durch die Erwärmung des Untergrundes wurde die Rückgewinnung der Ölphase aus dem Untergrund auf das 6-Fache gesteigert. Der Energieverbrauch zum Heizen betrug nur das 3-fache der konventionellen Ölförderung. Somit kann, da die Steigerung der Ölförderung größer war als der zusätzliche Energiebedarf, eine thermisch unterstützte Ölförderung energiesparend gegenüber konventionellen Abschöpfungen angesehen werden. Die Effizienz drückt sich in der erheblichen Steigerung der Förderrate aus.

Welche Heiztechnik wurde bei der Ölphasenförderung genutzt?

Die Ölphase in Boden und Grundwasser wurde mit dem THERIS-Verfahren (feste Wärmequellen aufgeheizt und die Fließfähigkeit so für die Rückgewinnung erhöht.

Wie wurde die Sanierung überwacht?

Überwachung der Sanierung durch mobiles Umweltlabor

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