Petroleumhafen Hamburg - Exkursion der Hochschule Nordhausen

10.07.2019, Hamburg

Altlastensanierung im Hafen

Benzin-Schaden im ehemaligen Tanklager wird saniert

Beim ehemaligen Petroleumhafen ist der Boden insbesondere durch Mineralölkohlenwasserstoffe verunreinigt. Die Belastungen sind überwiegend auf Zerstörungen ehemaliger Tanklager während des zweiten Weltkrieges zurückzuführen. Zum Schutz von Grundwasser und Elbe werden diese Belastungen nun im Auftrag der heutigen Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg saniert. Bereits bis 2013 wurde im Zuge von Kampfmitteluntersuchung und –räumung der Hamburg Port Authority (HPA) in Teilbereichen Boden bis drei Meter Tiefe ausgehoben und teilweise entsorgt.

Eine Fläche von einen Hektar ist unterhalb des damals sanierten Bereichs in einer Tiefe von drei bis elf Meter noch stark mit Schadstoffen belastet. Hier wird derzeit eine thermische In-situ-Sanierung mit dem TUBA-Verfahren (Thermisch unterstützte Bodenluftabsaugung) in Kombination mit hydraulischen Maßnahmen umgesetzt. Durch das Einbringen von Dampf wird der Boden auf circa 80 °C erhitzt. Die dadurch mobilisierten Schadstoffe werden aus dem Boden abgesaugt und in einer Sanierungsanlage behandelt.

Hochschule Nordhausen zu Gast in Hamburg

Heute nutzte die Hochschule Nordhausen, Studiengang Geotechnik die Gelegenheit zur Ortsbesichtigung im Rahmen Ihrer Fach-Exkursion. Das vermittelte Grundwissen zu den Themen Altlastenerkundung und thermische In-situ-Sanierung (TISS) wurde den Studierenden bei einem Standortrundgang veranschaulicht. Breites Interesse weckte die komplexe Anlagentechnik und das vielfältige Betätigungsfeld als Geologe (m/w/d) und Ingenieur (m/w/d) in der Altlastensanierung und Messtechnik.

Wir danken für das Interesse und wünschen allen Studierenden einen erfolgreichen Studienabschluss.

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