Thermische in-situ Altlastensanierung beim Flächenrecycling

Schnell wie ein Aushub - aber mit weniger Dreck

Zeit ist Geld - heißt es nicht nur im Hochbau. Darum erstellen wir Konzepte, bei denen hoch belastete Schadensherde ohne Bodenaushub beseitigt werden. Kein permanenter LKW-Verkehr, keine wochenlangen Baggerarbeiten oder Großlochbohrungen. Unsere Sanierungen von Altlasten werden oft in unmittelbarer Nähe zu anderen Baumaßnahmen ausgeführt, wie Abrissarbeiten an alten Gebäuden oder dem Neubau von Hallen oder Gebäudeteilen.

schnell und effizient

meist nur 3-6 Monate Betrieb

wenig Transporte

oft nur wenige Tage und wenig Transporte bei der Baustelleneinrichtung und bei der Beräumung

kostensparend

günstiger als Aushub und langlaufende Sanierungen

energieeffizient

Verringerung des Energieverbrauchs gegenüber konventionellen Verfahren

nachhaltig

Schadensherd beseitigt, schnelle Verringerung der Grundwasserbelastung im Abstrom

sanieren bei Erhalt vorhandener Infrastruktur

auch neben und unter Gebäuden, Bahnlinien, Tanklagern, Gasleitungen, ...

1. Platz bei den Brownfield Award 2025: “Besonders nachhaltig” - Sanierung abgeschlossen - Neubau eingeweiht

Versickern Lösemittel und Aromaten, werden sie im Boden gespeichert. Nur langsam werden sie in der Bodenluft, im Porenwasser und im Grundwasser gelöst. Eine Bodenluftabsaugung oder Grundwassersicherung kann daher einen Betrieb über Jahrzehnte erforderlich machen.

Nicht so mit unserer thermischen in-situ Altlastensanierung (TISS). Hiermit reinigen wir auch Lehm und Ton in wenigen Monaten. Nach Abschluss der Sanierung erfolgte unmittelbar die Entwicklung des Gewerbestandorts. Der Neubau wurde inzwischen eingeweiht.

Besondere Herausforderungen: Komplexe, heterogene Verteilung von Lösemitteln (LHKW) und Aromaten (BTEX) in bindigem Boden (geringe Durchlässigkeit). Sanierung neben Gebäuden und in einer Hanglage. Explosionsschutz (Toluol).

Besondere Ehrung: Für das Projekt wurden wir bei den Brownfield Awards 2025 mit dem 1. Platz in der Kategorie “besondes nachhaltig” ausgezeichnet.

Thermische in-situ Sanierung einer TCE-Quelle im Grundwasser

Bei dem Betrieb einer Uhrenschalenfabrik in der 2. Hälfte des 20sten Jahrhunderts wurden chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) freigesetzt (maßgeblich Trichlorethen (TCE)). Diese gelangten in das oberflächennah anstehende Grundwasser. Der TCE-Schadensherd wurde auf eine Grundfläche von etwa 250 bis 300 m² eingegrenzt.

Für die ausgeführte thermische In-situ Sanierung wurden elektrisch betriebene feste Wärmequellen (THERIS-Verfahren) und ein Dampf-Luft-Injektionsbrunnen (TUBA-Verfahren) installiert. Die Ergebnisse aus dem parallel zur Sanierung durchgeführten Abstrommonitoring ergaben, dass durch die TISS ein Rückgang der Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser erfolgte. Unmittelbar nach Beendigung der thermischen in-situ Grundwassersanierung wurde ein Baugesuch gestellt und die vorbereitenden Arbeiten für die Bebauung der Fläche durchgeführt.

Boden- und Grundwassersanierung zur Baureifmachung

Eine ehemalige Textilreinigung wurde im Zuge der Flächenentwicklung abgerissen und durch einen Wohnkomplex mit Eigentumswohnungen ersetzt. Die CKW-Belastung (chlorierte Kohlenwasserstoffe) im Boden und Grundwasser wurden im Zuge der Baureifmachung mit einer Kombination aus TUBA und THERIS bis in eine Tiefe von 11 m saniert.

Besondere Herausforderungen: Die Sanierung erfolgte unmittelbar neben einer befahrenen Bahnstrecke. Zudem war durch die angrenzende Wohnbebauung ein zusätzliche Rücksichtnahme erforderlich.

Entwicklung kleiner-mittlerer Flächen (KMUKMF)

Flächeninanspruchnahme reduzieren und den Verbrauch der Ressource Fläche mindern. Beim REFINA-Forschungsprogramm Kleine und mittlere Unternehmen entwickeln kleine und mittlere Flächen (KMUKMF) stand ein schnelles Flächenrecycling von innerstädtischen Grundstücken bis 5 ha im Fokus. Gerade in den Innenentwicklung von Städten und Gemeinden bieten diese Flächen ein erhebliches Potenzial. Ziel des Vorhabens war die Entwicklung von Strategien und Methoden, um in der Stadtplanung diese Potenziale zu erfassen und zu nutzen. Die Ansprache von Grundstückseigentümern und Investoren ist hierbei ein wichtiger Baustein.

Sanierung und Bewirtschaftung von Reserveflächen (KOSAR)

Den Verbrauch der Ressource Fläche mindern um die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren. Beim REFINA-Forschungsprogramm KOSAR sollten Investoren für problematische Brachflächen interesiert werden. Problematische Brachflächen sind hierbei u.a. durch schädliche Bodenverunreinigungen und Grundwasserbelastungen z.B. aus einer gewerblichen oder industriellen Vornutzung gekennzeichnet. Der verbesserte Zugang erfolgt in einem besonderen Pool von Brachflächen für Investoren. Zum Flächenrecycling werden Brachen nach der kostenoptimierten Sanierung als Reserveflächen zusammengefasst (KOSAR).

Flächenrecycling in Stadtumbauregionen

Im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung führten das Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling (CiF e. V.), die Saxonia GmbH Freiberg in Kooperation mit reconsite eine Konferenz zum Thema Flächenrecycling in Stadtumbauregionen durch. Wir zeichneten dabei insbesondere für die wissenschaftliche Begleitung der Tagung verantwortlich.

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