Eine Auswahl unserer Referenzen

Deutschland und Europa

Sanierungsaudit, Altlastensanierung, Grundwasserschutz und mehr ...

Der Umgang mit Altlasten und Liegenschaften ist eine Vertrauenssache. Bei vielen Projekten sind daher unsere Kunden für eine Veröffentlichung der Projektdaten nicht oder nur in anonymisierter Form zugänglich. Wir bemühen uns trotzdem, Ihnen in diesem web-Bereich eine kleine Auswahl interessanter Projekte zu präsentieren.

 

Aufsätze zu Altlastensanierung und Nachhaltigkeit

Grundwassersanierung in vier Monaten

Lösemittel im Grundwasser. Eine Nachlieferung von CKW erfolgt aus der bindigen Deckschicht. Ton und Lehm halten hier den Schadstoff nicht dauerhaft zurück. Durch eine schnelle Beseitigung der CKW-Quelle und eine Dampfinjektion in den Akquifer wurde das Grundwasser in wenigen Monaten sauber.

Bestellung des Sonderdrucks "Grundwasser, September 2017, Volume 22"

Anfrage Zusendung Sonderdruck Grundwasser

Sonderdruck Grundwasser

Altlastenerkundung, Sanierungsaudit, Betriebsoptimierung langlaufender Sanierungsanlagen

Vor-Ort-Bewertung der Belastungen bei Bodenluftabsaugung und Immissionspumpversuchen

Seit 1990 ist am Standort das Vorliegen eines Schadensfalls von LHKW in der ungesättigten Bodenzone sowie im Grundwasser bekannt. Mit einer Bodenluftabsaugung und einer Grundwassersanierung wurden über 24 Jahre mehrere Tonnne LHKW aus der ungesättigten Zone und dem Grundwasser entfernt. Trotzdem ist die LHKW-Belastung weiterhin nicht zufriedenstellend. Mit kombinierten Bodenluftabsaug- und Immissionspumpversuchen konnten wir die Quellbereiche lateral und vertikal eingrenzen. Die Erstbewertung erfolgte in unserem mobilen Umweltlabor mit Gaschromatographen und automatisierten Probenahmesystemen unmittelbar bei den Versuchen. Jetzt geht es an die weitere Sanierungsplanung ...

Sanierungsaudit mit Immissionspumpversuch

Optimierung einer langlaufenden Grundwassersanierung bei einem LHKW-Schaden. Trotz rücklaufigen Schadstofffrachten war auch nach mehrjährigem Betrieb der Grundwassersanierung kein Ende in Sicht. Unser Sanierungsaudit und unser Immisionspumpversuch schafften Klarkeit. Die Restbelastungen sind lokal begrenzt und tolerabel.

Sanierungsaudit

Sanierungskonzepte werden nach aktuellen Kenntnissen entwickelt. Sanierungstechniken und Verfahren entwickeln sich aber weiter. Bei noch in Betrieb befindlichen Sanierungen und langlaufenden Standortsicherungen ist es deshalb meist nach 8-10 Jahren sinnvoll, eine Bestandsanlage und das zugehörige Konzept zu überprüfen. Wir prüfen bei einem Sanierungsaudit die Effizienz und loten Optimierungspotentiale aus - zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit.


Tanklagersanierung, Ölphasenmobilisierung

Ehemaliges Großtanklager Hamburg-Waltershof erfolgreich saniert

Auf dem ehemaligen Großtanklager am Petroleumhafen in Hamburg erstreckte sich auf 10.000 meine erhebliche Boden- und Grundwasserbelastung durch Benzin-Kohlenwasserstoffe, BTEX, PAK und weitere Schadstoffe. Lokal schwamm Schadstoffphase auf dem tidebeeinflussten Grundwasser auf.

Die Sanierung des Schadens erfolgte mit unserem TUBA-Verfahren (Dampf-Luft-Injektion). In 17 Monaten wurden über 330 t Schadstoff aus dem Untergrund ausgetragen. Das Projekt ist damit die größe thermische in-situ Sanierung in Europa.

Besondere Herausforderungen: Betriebsoptimierung und Explosionsschutz bei sehr hohen Schadstofffrachten

Ölphasenmobilisierung neben einer Bahnstrecke

Unmittelbar neben einer Bahnstrecke befinden sich stillgelegte Öltanks aus den 1920er Jahren. Im Umfeld besteht aber noch eine Grundwasserbelastung durch PAK und MKW, untergeordnet durch BTEX (Wasserspiegel grob bei 3 m). In einem Pilotversuch wurden verschiedene Prozesse und Effekte beim Heiz- und Förderbetrieb evaluiert. Der Austrag überstieg den der vorangegangenen Jahre um ein Vielfaches. Die Erkenntnisse werden zur Planung einer Gesamtsanierungsstrategie am Standort herangezogen.

Besondere Herausforderungen: Bahnverkehr und Explosionsschutz

Ölphase mobilisieren

Lehm und Ton speichern das ausgelaufene Öl (Mitteldestillat) im Kapillarsaum. Eine Ölphasenabschöpfung dauert Jahre und Jahrzehnte, da der Boden das zähflüssige Öl nur langsam abgibt. Eine massive Grundwasserverschmutzung ist die Folge. Mit unserer Heiztechnik lässt sich die Sanierung jedoch erheblich beschleunigen. Der Ölaustrag wird um ein Vielfaches gesteigert und die Sanierung in wenigen Monaten abgeschlossen.


Altlastensanierung im Bestand (neben und unter Gebäuden)

LHKW-Quelle im Grundwasser beseitigt

Altlasten, versteckt im Garten. Das Grundstück war Mitte des 20. Jhd. Teil einer Fabrik für chemische Erzeugnisse (Reinigungsmittel), heute stehen dort Einfamilienhäuser. Die LHKW im Grundwasser werden seit Jahren mit einer hydraulischen Abstromsicherung aufwendig erfasst und das Wasser aufwendig gereinigt (1-2 kg pro Jahr). Wir haben den LHKW-Schadensherd im Garten mittels THERIS in wenigen Monaten entfernt und so einen Dauerbetrieb der Grundwassersicherung vermieden.

Besondere Herausforderung: Wohnbebauung unmittelbar neben der Sanierungsanlage

Sanierungszeit um mehr als 30 Jahre verkürzt

Versickern Lösemittel und Aromaten, werden sie im Boden gespeichert. Nur langsam werden sie im Wasser und in der Luft gelöst. Eine Bodenluftabsaugung oder Grundwassersicherung kann daher einen Betrieb über Jahrzehnte erforderlich machen. Nicht so mit unserer thermischen in-situ Sanierung. Hiermit reinigen wir auch Lehm und Ton in wenigen Monaten.

LCKW-Sanierung bei hohem Grundwasserstand

Bei einer chemischen Reinigung wurden Boden- und Grundwasserbelastungen durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), maßgeblich Trichlorethen (TCE), untergeordnet Tetrachlorethen (PCE) und cis-1,2-Dichlorethen (DCE) bis in etwa 6 m Tiefe festgestellt. Der zu sanierende LHKW-Schadensherd (25 m2) lag im Hof der chemischen Reinigung. Die chemische Reinigung wurde während der Sanierung weiter betrieben. Die Platzverhältnisse für die Grundwassersanierung waren daher und durch die angrenzenden Gebäude und Flurstücksgrenzen beengt.

Aufgrund der Nähe zu einem Oberflächengewässer lag der Grundwasserspiegel bereits in 1,5 m bis 2 m Tiefe. Dennoch konnte der Schadensherd mit dem THERIS-Verfahren erfolgreich in wenigen Wochen entfernt werden. Eine Nachlieferung von LCKW in die Grundwasserfahne erfolgt jetzt nicht mehr. Die Schadstoffkonzentrationen in der Fahne haben sich bereits unmittelbar nach der Sanierung deutlich verringert.

 

 

Altlastenfreistellung nach CKW-Sanierung

Über 25 Jahre Brache nach der Aufgabe der Lederwarenfabrik. Das Gebäude ist ein schützenswertes Denkmal. Der Aushub ist vom angrenzenden Gebäude behindert.

Mit einer in-situ Sanierung wurde der CKW-Herd im Innenhof zuverlässig in zwei Monaten entfernt. Die Altlastenfreistellung erfolgte zeitnah und der Weg für den neuen Investor war geebnet.

CKW-Sanierung unter Gebäude

Bereichsweise Raumluftbelastung durch Lösemittel. Wohnnutzung in allen Gebäuden um den Schadensherd herum.

Wir sanieren im Bestand bei Erhalt von Wohnraum. Schnell und sicher wurde die CKW-Quelle auch unter dem Gebäude beseitigt. In vier Monaten war der Sanierungsbetrieb abgeschlossen.


Altlastensanierung im Kluftgestein

Grundwassersanierung erfolgreich abgeschlossen

Leichtflüchtige, halogenierte Lösemittel, vornehmlich Tetrachlorethen (PCE) gelangten bei einer ehem. chemischen Reinigung in Boden und Grundwasser. Unter den Terrassenablagerungen befindet sich Festgestein des Keuper (Sandsteinlagen und entfestigten Schluff- und Tonsteine). Diese Abfolge bildet einen komplexen Poren- / Kluftgrundwasserleiter mit einem Grundwasser-Flurabstand von etwa 8 m. Die LHKW-Quellen lagen zwischen 6,5 und 13,5 m u.GOK mit Grundwasserbelastungen von bis zu 20.000 µg/l PCE. Die Schadensherde wurden mit einer Kombination von TUBA- und THERIS-Verfahren innerhalb von 6 Monaten saniert (450 kg PCE ausgetragen).

LHKW-Altlast im Sandstein beseitigt

Trifels-Schichten (Sandstein) waren mit Lösemitteln (LHKW) belastet. Die Schadensquelle, vornhemlich PCE, wurde mit unserem TUBA-Verfahren beseitigt (Dampfinjektion mit zusätzlicher Luftinjektion). Sanierungsbetrieb und Sanierungsprozesse wurden in unserem mobilen Umweltlabor online überwacht und der Betrieb bei der Sanierung so permanent optimiert.

Eine Schadstoffnachlieferung aus der ungesättigten Bodenzone in die Schadstofffahne im Grundwasser wurde so unterbunden.

Dampfinjektion in Klüfte

Am ehemaligen Verbrennungsplatz Biswurm in Villingen-Schwenningen wurden Lösemittel (chlorierte Kohlenwasserstoffe, CKW), Altöl, Lack und diverse Industrieabfälle gesammelt und verbrannt. Mit unserer Dampfinjektion in die Klüfte wurden rund 5 Tonnen Schadstoff aus dem Kluftgestein und dem Grundwasser entfernt.


Altlastensanierung beim Flächenrecycling und der Baureifmachung

Boden- und Grundwassersanierung zur Baureifmachung

Eine ehemalige Textilreinigung wurde im Zuge der Flächenentwicklung abgerissen und durch einen Wohnkomplex mit Eigentumswohnungen ersetzt. Die CKW-Belastung (chlorierte Kohlenwasserstoffe) im Boden und Grundwasser wurden im Zuge der Baureifmachung mit einer Kombination aus TUBA und THERIS bis in eine Tiefe von 11 m saniert.

Besondere Herausforderungen: benachbarter Bahnverkehr und Wohnbebauung

Bodensanierung und Rohbau zeitgleich

Termindruck. In fünf Monaten soll der Rohbau für die neue Halle fertig sein. Aber unter dem Altgebäude befindet sich ein CKW-Schaden bis in 8m Tiefe. Kein Problem. Ohne Bodenaushub wurde der Schadensherd saniert und der Rohbau parallel termingerecht erstellt.

Zwei Grundwasserleiter, ein Stauer dazwischen

Zwei Grundwasserstockwerke (Sand, Sandstein) und der dazwischen liegende Stauer (Ton) waren erheblich mit flüssigen Schadstoffen belastet. In vier Monaten war die Sanierung der Quelle ohne Aushub bis in 18 m Tiefe abgeschlossen.


Flächenrecycling und Nachhaltigkeit

Entwicklung kleiner-mittlerer Flächen (KMUKMF)

Flächeninanspruchnahme reduzieren und den Verbrauch der Ressource Fläche mindern. Beim REFINA-Forschungsprogramm Kleine und mittlere Unternehmen entwickeln kleine und mittlere Flächen (KMUKMF) stand ein schnelles Flächenrecycling von innerstädtischen Grundstücken bis 5 ha im Fokus. Gerade in den Innenentwicklung von Städten und Gemeinden bieten diese Flächen ein erhebliches Potenzial. Ziel des Vorhabens war die Entwicklung von Strategien und Methoden, um in der Stadtplanung diese Potenziale zu erfassen und zu nutzen. Die Ansprache von Grundstückseigentümern und Investoren ist hierbei ein wichtiger Baustein.

Sanierung und Bewirtschaftung von Reserveflächen (KOSAR)

Den Verbrauch der Ressource Fläche mindern um die Flächeninanspruchnahme zu reduzieren. Beim REFINA-Forschungsprogramm KOSAR sollten Investoren für problematische Brachflächen interesiert werden. Problematische Brachflächen sind hierbei u.a. durch schädliche Bodenverunreinigungen und Grundwasserbelastungen z.B. aus einer gewerblichen oder industriellen Vornutzung gekennzeichnet. Der verbesserte Zugang erfolgt in einem besonderen Pool von Brachflächen für Investoren. Zum Flächenrecycling werden Brachen nach der kostenoptimierten Sanierung als Reserveflächen zusammengefasst (KOSAR).

Flächenrecycling in Stadtumbauregionen

Im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung führten das Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling (CiF e. V.), die Saxonia GmbH Freiberg in Kooperation mit reconsite eine Konferenz zum Thema Flächenrecycling in Stadtumbauregionen durch. Wir zeichneten dabei insbesondere für die wissenschaftliche Begleitung der Tagung verantwortlich.

Unsere Kunden

Öffentliche, private und gewerbliche Auftraggeber (Auszug):

  • Ingenieurbüros
  • Sanierungsfirmen
  • private und gewerbliche Auftraggeber
  • AAV Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW
  • BWPLUS - Baden-Württemberg Programm
    Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung
  • Freie und Hansestadt Hamburg
  • GFI Grundwasserforschungsinstitut GmbH Dresden
  • Helmholtz Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Leipzig
  • HIM GmbH Bereich Altlastensanierung (HIM-ASG), Biebesheim
  • Kompetenzzentrum für interdisziplinäres Flächenrecycling e. V., Freiberg
  • Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung
  • Landeshauptstadt Stuttgart
  • Landratsamt Donauwörth
  • Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Stuttgart
  • ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, Österreich
  • Stadt Braunschweig
  • Stadt Dudelange, Luxemburg
  • Stadt Wien, Österreich
  • TASK Leipzig -
    Kompetenzzentrum für Boden, Grundwasser & Flächenrevitalisierung
  • Umweltbundesamt
  • VEGAS - Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung, Universität Stuttgart

Beteiligungen an Forschungsprojekten (Auszug):

  • "Aufbau Ost", gefördert vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
  • BWPLUS - "Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung", gefördert vom Land Baden-Württemberg
  • MachWas - "Materialien für eine nachhaltige Wasserwirtschaft", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • REFINA - "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement", gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • REVIT - "Towards more effective and sustainable Brownfields Revitalisation Policies", gefördert von der EU im Rahmen von INTERREG IIIB